Bilder Bereich Rettungskräfte

Situation
In den Folgen des gestrigen Erdbebens wurde 20km NNW Düsseldorf, die östliche Provinz von K-Land, schwer getroffen. Die Städte Düsseldorf und Krefeld wurden, nach ersten Luftaufklärungen, zu 50% zerstört. Kommunikation ist nur sporadisch möglich und kritische Infrastruktur, wie die Wasserzufuhr und Kanalisation, wurde zerstört.
Die Brücken über die Maas scheinen nach Luftaufklärung zerstört, vom Boden konnte dafür keine Bestätigung gegeben werden. Trotz der höheren Funktionsfähigkeit des Flughafens Einhoven ist der einzige Zugang über die Brücke in Gennep.

Der Hafen in Düsseldorf wurde schwer beschädigt, ebenso die Straßen im Süden von Xanten. Nach einer ersten Einschätzung weist die Region um Weeze und des Distrikts Kleve eine Zerstörung von etwa 30% auf. Da die einzige offene Straßenverbindung durch dieses Areal verläuft und der einzige funktionsfähige Flughafen links der Maas hier liegt, haben Heimatlose und Flüchtlinge damit begonnen, nach Weeze abzuwandern, annehmend, dass Hilfe und Unterstützung fokussiert hier zu finden sein wird.

Erste Berichte weisen darauf hin, dass sich diese Menschen den ehemaligen Parkplatz des Flughafens ausgesucht haben, um hier auf Unterstützung zu warten, das zerstörte regionale Krankenhaus liegt in der Nähe. Das Fehlen hoher Gebäude erzeugt ein sicheres Gefühl bei den Flüchtlingen, da gelegentliche Nachbeben immer noch spürbar sind. Die Flüge mit humanitärer Hilfe erreichen zwar Weeze, können aber aufgrund des Mangels an Treibstoff, Transportmöglichkeiten, Kommunikation und Handling-Kapazität am Flughafen nur stark eingeschränkt bearbeitet werden. Einige Flüge wurden nach Eindhoven und Antwerpen umgeleitet, beide alternative Flughäfen werden dadurch überfüllt.

Erste Anforderungen
Die ersten Aktionen müssen sich auf SAR (Search and rescue), die medizinische Versorgung, das Bergen von Leichen sowie die Bereitstellung von Unterkünften konzentrieren. Ebenso besteht Bedarf an Aufbereitungstabletten für Wasser, Nahrungsmitteln und High-energy-Keksen. Geeignete Zentren zur Verteilung dieser Güter müssen identifiziert werden.

Kritische Infrastruktur
Die Kommunikation ist schwer gestört und die Teams müssen sich auf ihr eigenes Equipment sowie ihre Energiequellen verlassen. Kommunikation über Satellit und Internet funktioniert gelegentlich, ein permanenter Zugriff ist nicht möglich. Das Kraftwerk in Weeze ist momentan nicht funktionsfähig, detaillierte Überprüfung ist notwendig.

Einsatzszenario(Teilnehmer)
Im benachbarten Kreis kommt es in einem Wohngebiet in der Nähe des Flughafens zur Detonation mehrerer in PKW platzierter Bomben. Verschiedene Einheiten der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes sind schon im Einsatz als eine weitere Bombe am Rande des Einsatzgebietes explodiert. Alle Ressourcen sind schon in den anderen 5 Einsatzabschnitten gebunden. Aus dem Kreis XY werden daher noch die Einsatzeinheiten XY02, XY04, KAB und die IUK DRK XY alarmiert. Die beiden SEG Rettungsdienst und ÜMANV­S Komponenten aus dem Kreis XY sind bereits in den anderen Einsatzabschnitten im Einsatz. Die Lage in dem zugeteilten Einsatzabschnitt wird durch die Polizei als sicher eingestuft, da verdächtige Fahrzeuge mit Sprengstoffspürhunden begangen wurden.

Einsatzinfo(Übungsleiter)
Die anrückenden Einsatzkräfte erfahren über Funk den Bereitstellungsraum für den zugeteilten Einsatzabschnitt. Da alle Einheiten an anderen Schadenstellen voll gebunden sind konnte bisher kein Rettungsdienst in dem zugeteilten Einsatzabschnitt tätig geworden. Lediglich ein GW­San der SEG XY wurde mit 6 Einsatzkräften in den Einsatzabschnitt verlegt. Der GF des GW­San fungiert als kommissarischer OrgL. Der Notarzt fungiert als kommissarischer LNA. Die Einsatzstelle stellt sich so dar, dass vor einem Supermarkt eine Autobombe detoniert ist. Insgesamt sind 60 Personen betroffen. Die Situation ist sehr unübersichtlich, teilweiße sind Personen schwerverletzt. Während der Abarbeitung des Einsatzes wird durch die Gesamteinsatzleitung mitgeteilt, dass weitere Personen 60 Personen (somit gesamt 120) aus den anderen Einsatzabschnitten betreut werden müssen.